
Exnovation: Der Mut zum „Aufhören“. Einer der Hauptdiskussionspunkte des Kongresses war das Konzept der Exnovation. In einer Keynote stellte Prof. Dr. min. Sandra Bils klar heraus, dass Innovationsfähigkeit oft mit der Fähigkeit konkurriert, bestehende Prozesse zu beenden. Das Ziel war nicht nur das Hinzufügen von Neuem, sondern das bewusste Loslassen von Strukturen, die keine Wirkung mehr entfalten, aber Ressourcen binden. Dieser Ansatz bildete den theoretischen Kern für alle Teilnehmer aus Geschäftsführung, Bereichsleitungen und Einrichtungsleitungen.
Praxisworkshop Kolping-Bildung 2036. Am Montag und Dienstag kulminierte die Veranstaltung in einem interaktiven Großworkshop zum Thema „Kolping-Bildung 2036 gestalten". In sieben arbeitstechnisch organisierten Teams entwickelten Führungskräfte pitch-fähige Ideen für zukünftige Bildungsorganisationen. Ohne starre Budgetvorgaben durften sie fiktive Märkte simulieren und auf externe Schocks (wie Gesetzesänderungen oder Reputationsverluste) reagieren.
Das Ergebnis dieser Simulationslabore war beeindruckend: Die Teilnehmer verließen Paderborn mit konkreten Projektideen, einem vernetzten Ökosystem aus Kooperationspartnern und neuen Ansätzen für Ihre Kolping-Bildungsunternehmen.
Ausklang mit Vision. Die Veranstaltung endete am Dienstagmittag nach der Verkündung der Gewinner aus den Workshopgruppen, die gegeneinander angetreten sind. Wolfgang Gelhard, Vorsitzender des Verbandes der Kolping-Bildungusntenrehmen Deutschland e. V., betonte den Erfolg des Austauschs: „Wir haben gesehen, dass die Resilienz unserer Bildungsunternehmen groß ist. Der Mut zum Loslassen wurde nicht als Verlust wahrgenommen, sondern als Voraussetzung für Wachstum."
Ausblick auf die Zukunft. Was am 13. und 14. April in Paderborn begann, wird nun in die Praxis übersetzt: Die entwickelten Projektideen werden in den jeweiligen Bildungsunternehmen adaptiert.

Wolfgang Gelhard, Vorsitzender des Verbandes, eröffnet den KBU-Innovationskongress 2026 in Paderborn.