Künstliche Intelligenz verändert Arbeitswelt und Gesellschaft in hohem Tempo. Für die Kolping-Bildungsunternehmen ist klar: Ob dieser Wandel gelingt, entscheidet sich maßgeblich in der Aus- und Weiterbildung. Deshalb unterstützt die KBU im Veranstalterausschuss den Deutschen Weiterbildungstages bei seiner Veranstaltung, die unter dem Motto „KI und Weiterbildung: Teilhabe sichern, Demokratie stärken" Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Weiterbildungspraxis zusammenbringt.
„Künstliche Intelligenz darf keine neue soziale Spaltung erzeugen", sagt Stefan Bothe, stellv. Vorstandsvoristzender des Verbandes der Kolping-Bildungsunternehmen. „Gerade Menschen mit schwierigen Startbedingungen, Beschäftigte in Umbruchbranchen und junge Menschen am Übergang in den Beruf brauchen Zugang zu guten Qualifizierungsangeboten. Weiterbildung ist der Schlüssel dafür, dass KI-Kompetenz nicht zum Privileg weniger wird."
Die Veranstaltung begann mit einem Grußwort von Leonie Gebers, Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Keynotes hielten Prof. Dr. Heiner Lasi, Akademischer Leiter des Ferdinand-Steinbeis-Instituts Heilbronn, und die Bildungssoziologin Prof. Dr. Jutta Allmendinger. Im Anschluss diskutieren unter anderem Leah Schrimpf (Bitkom e. V.), Astrid Aupperle (Microsoft Deutschland), Ulrich Berger (D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt) und Jan Krüger (DGB-Bundesvorstand) über Chancen und Herausforderungen von KI für Bildung, Arbeit und Demokratie. Auch die Perspektive junger Menschen kommt mit Eschel Ewert, Landesschülersprecher der Gymnasien in Schleswig-Holstein, zur Sprache.
Die Kolping-Bildungsunternehmen verstehen berufliche Bildung immer auch als Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. Wer versteht, wie KI-Systeme funktionieren, kann Chancen nutzen, Risiken einschätzen und Desinformation erkennen. Der KBU setzt sich daher für folgende Punkte ein:
„Unsere Einrichtungen erleben täglich, wie groß der Bedarf ist", so Stefan Bothe. „Mit unserem bundesweiten Netzwerk wollen wir dazu beitragen, dass digitale Bildung dort ankommt, wo sie gebraucht wird – vor Ort, praxisnah und ganz im Sinne Adolph Kolpings: den Menschen in den Mittelpunkt stellen."

v.l. Sören Reimers (KBU-Geschäftsführer), Stefan Bothe (stellv. Vorstandsvorsitzender)