<h2>Du willst mehr...</h2><p>Weiterbildung ist der Schlüssel zum beruflichen Erfolg - und Lernen kann Spaß machen. Die Kolping-Akademien in Deutschland bieten eine Vielzahl von Seminaren, Studiengängen und Kursen mit der einen wichtigen Aufforderung: "Mach aus dir was in dir steckt!"</p><h2>Du schaffst das...</h2><p>Berufliche Qualifizierung ist die beste Voraussetzung für ein erfolgreiches Leben. Berufsvorbereitung und Berufsausbildung wird bei Kolping ganz groß geschrieben. Wir kümmern uns um jeden Einzelnen und wollen, dass keiner verloren geht.</p><h2>Du wirst stark...</h2><p>Kolping sieht den ganzen Menschen. In unseren Schulen, Wohnheimen und vielen Bildungsaktivitäten schaffen wir für junge Menschen Erlebnisse, bei denen Neues erlebt und Machbares erfahren werden kann. Das hilft auch berufliche Herausforderungen zu meistern.</p><h2>Du gehörst dazu...</h2><p>Das Leben ist bunt - auch bei Kolping. Wir sind weltoffen und freuen uns über alle, die bei und mit uns leben und lernen wollen. Sprache und berufliche Qualifikation sind das Fundament für eine gelungene Integration. Mach mit, wir brauchen dich.</p>

Parlamentarischer Abend 2019 – KOLPING diskutiert über das Fachkräfteeinwanderungsgesetz und Fachkräftesicherung

Der Verband der Kolping-Bildungsunternehmen Deutschland e.V. hat in Kooperation mit dem Kol-pingwerk Deutschland und dem der Verband der Kolpinghäuser am 24. Oktober 2019 zum Parla-mentarischen Abend eingeladen. Die Bundesvorsitzende des Kolpingwerkes Deutschland, Ursula Groden-Kranich MdB, und der Vorsitzende des Verbands der Kolping-Bildungsunternehmen Deutschland e. V., Werner Sondermann konnten in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft e. V. 23 Abgeordnete des Deutschen Bundestages sowie weitere zahlreiche hochrangige Gäste aus Gesellschaft, Wirtschaft und Verantwortliche der einladenden Organisationen begrüßen.
KOLPING begrüßte 88 interessierte Gäste in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft e.V.

Der Vorsitzende der Arbeitnehmergruppe der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag und Schirmherr der Veranstaltung, Uwe Schummer MdB, betonte in seinem Grußwort und vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels die Notwendigkeit der bedarfsgerechten Bereitstellung von geeigneten Instrumenten der Berufsorientierung, um die Ausbildungs- und Erwerbsfähigkeiten von jungen Menschen mit schwierigen Ausgangsbedingungen in Deutschland zu unterstützen. Hier könne man besonders auf die jahrelange Erfahrung und Expertise von verschiedenen Kolping-Einrichtungen in den Themenfeldern zurückgreifen, die von geeigneten Maßnahmen wie Jugendlichen-Instrumente bis hin zum Kolping-Jugendwohnen reichen.

Der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, Hans Peter Wollseifer, erläuterte in seinem Vortrag die gesellschaftliche Bedeutung und die Notwendigkeit einer ausbalancierten inländischen Fachkräftemobilisierung und Fachkräftegewinnung aus Drittstaaten. Er erinnerte daran, dass das Handwerk zahlreiche Dienstleistungen – aufgrund des Fachkräftemangels – erst nach langen Wartezeiten durchführen könne. Bedingt durch den demographischen Wandel und die vielen unbesetzten Ausgangstellen herrscht im Handwerk ein massiver Fachkräftemangel, der nur durch eine ausbalancierte Strategie behoben werden könne. In diesem Zusammenhang verwies Hans Peter Wollseifer bereits auf das starke und mit Herzblut ausgeführte Engagements des Handwerks in der Ausbildung von Geflüchteten, was zu einem tiefen Wissens- und Erfahrungsschatz im Themenfeld der Integration geführt hat. Allerdings wies er auch daraufhin, dass in der Ausbildung der kulturelle Hintergrund von Geflüchteten das Handwerk vor große Herausforderungen stelle, die aber durch die couragierten Leistungen der Ausbilder zu bewältigen sind. Bezugnehmend auf das Fachkräfteeinwanderungsgesetz hielt der Präsident der Spitzenorganisation der Wirtschaft fest, dass diese notwendig sei, um den Fachkräftebedarf zu decken. Gleichzeitig müsse aber ein besonderes Augenmerk auf Integration gelegt werden. Er warnte davor, eine Fachkräftegewinnung aus Drittstaaten ohne ethische Verantwortung und Nachhaltigkeit zu generieren, womit er mit den konstitutiven Leitlinien von Kolping übereinstimmt.

Prof. Dr. Wiemeyer, Inhaber des Lehrstuhls für Christliche Gesellschaftslehre an der Ruhr – Universität - Bochum, ordnete das Fachkräfteeinwanderungsgesetz und seine Indiktionen theologisch ein. In seinen allgemeinen Vorbemerkungen plädierte Prof. Dr. Wiemeyer für die Einführung von qualifizierten Studiengängen und beruflichen Ausbildungen in Schwellenländern durch die Bundesrepublik Deutschland, womit man die Wirtschaft in den Drittstaaten selbst stärken könne. Hier müssten Rahmenbedingungen geschaffen werden, dass ein Teil der ausgebildeten Fachkräfte nach Deutschland einreisen kann. Hinsichtlich des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes erinnerte er daran, dass nicht Fachkräfte, sondern Menschen die Möglichkeit einer Einreise zu Erwerbszwecken erhalten haben und dass man auch offen über Familiennachzug und die Bereitstellung von geeigneten Integrationsangeboten für diese Familien nachdenken muss. Hier verwies er auf die Bedeutung von Kolpingsfamilien in diesem Bereich, auf das Kolping-Jugendwohnen, in dem junge Menschen mehr als ein Dach über dem Kopf und ein Bett zum Schlafen haben sowie auf die individuell vielfältigen Angebote der Kolping-Bildungsunternehmen.

In der anschließenden lebhaften Debatte stand vor allem die Fragen nach dem KBU-Vorschlag zur Gründung von Fachkräfte-Zentren in Drittstaaten im Mittelpunkt der Diskussion. Ebenfalls wurde über verschiedene Integrationsmöglichkeiten in Betrieben und Gesellschaft sowie die Rolle des Jugendwohnens bei der Unterbringung von ausländischen Auszubildenden diskutiert.

25.10.2019  | Matthias Metzen
Der Schirmherr der Veranstaltung, Uwe Schummer MdB, lobte das Engagment von Kolping bei der Fachkräftesicherung
Die Referenten des Parlamentarischen Abends, Prof. Dr. Joachim Wiemeyer und Hans Peter Wollseifer
Ursula Groden-Kranich MdB eröffnet den Parlamentarischen Abend 2019
Werner Sondermann führt thematisch in die Veranstaltung ein